Wappen

Die aus dem 17. Jahrhundert überlieferten Gerichtssiegel sind in die heutigen Gemeindewappen eingegangen.

Weitere Informationen siehe auch "Chronik der Gemeinde Weiterstadt", erhältlich bei der Stadtverwaltung und ihren Zweigstellen, sowie beim Heimatverein Gräfenhausen/Schneppenhausen.

Braunshardt - erste urkundliche Erwähnung am 26.8.1318.

Die Grafen von Katzenelnbogen teilten damals ihren Besitz am Wald "Brunishardt".
Das Wappen sieht aus wie eine liegende Mondsichel mit Kreuz. Weil es damals in Braunshardt noch keine Kirche gab, wird vermutet, dass es sich um eine "Wolfsangel" handelt. Ein Gerät, mit dem man früher Wölfe fing.

Gräfenhausen - wurde zum erstenmal erwähnt in einer Urkunde des Klosters Eberbach im Rheingau.

Damals stritten sich die Mönche vom Gehaborner Hof und die Dorfbewohner von Arheilgen um die Grenzen des Waldes Wintershagen. Am 21. November 1225 trat ein Schiedsgericht zusammen , um den Streit zu schlichten. Einer der Schiedsrichter war der Vogt Werner von Grevenhusen.
Der Hund im Wappen von Gräfenhausen erinnert an die Reichsvogtei der Herren von Hagen im Wildbann Dreieich. Diese mußten für die Jagdherren immer eine Hundekoppel bereit halten.

Riedbahn - Der jüngste Stadtteil von Weiterstadt

entwickelte sich in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts und wurde am 26. Mai 1983 vom Regierungspräsidenten in Darmstadt als eigener Ortsteil von Weiterstadt benannt.Das inoffizielle Wappen ist noch ein paar Jahre jünger. Es enthält den Ring aus dem Weiterstädter Ortswappen. Die 2 Striche deuten die Eisenbahngeleise der Riedbahn an, die hier früher durchführte. Der Tannenzapfen verweist auf das Gebiet "Tann", in dem der Ortsteil liegt.

Schneppenhausen ist in derselben Urkunde vom 21. November 1225 wie Gräfenhausen erwähnt, denn ein Zeuge im Schiedsgericht war der Schultheiß Godebold von "Sneppenhusen".

Rätsel gibt das Symbol im Schneppenhäuser Wappen: Ein verformtes Andreaskreuz? Ein Arbeitsgerät? oder zwei Arbeitsgeräte wie z.B. ein Winzermesser und ???

Weiterstadt wird erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 948 erwähnt. Sie legt fest, daß König Otto der Große dem Besitzer Liuthar das Klostergut in Hemsbach bei Weinheim auf Lebenszeit überläßt und dafür dessen Besitz im Dorf "Widerestat" mit allem Zubehör für das Kloster Lorsch erhält.

Seit dem Jahr 1664 ist der Ring auf dem Weiterstädter Gerichtssiegel nachweisbar.
Er wird zurückgeführt auf die geistlichen oder weltlichen Würdenträger, die bei den Anfängen der Weiterstädter Geschichte eine Rolle spielten.

Wie viele andere Gemeinden erhielt die am 1. Januar 1977 entstandene

Großgemeinde Weiterstadt ein neues Wappen. Links oben das Braunshardter, daneben das Schneppenhäuser Symbol. Der Gräfenhäuser Hundekopf befindet sich im Ring des alten Weiterstadt.